Planänderungen gehören am Berg dazu – umso schöner, wenn man am Ende trotzdem belohnt wird.
Unser Plan für diesen Herbstmorgen klang simpel: Früh raus, auf den Berg fahren und das erste Licht einfangen. Ich fuhr ein gutes Stück vor Marc – bis auf ein Mal mein Telefon klingelte. Er hatte einen Reifenschaden vom einem spitzen Stein, der auf der schmalen Bergstrasse lag. Ich kehrte um, holte ihn ab und wir fuhren gemeinsam wieder nach oben. Um den Platten wollten wir uns später kümmern.
Am Startpunkt war es dadurch natürlich spät geworden. Unser Weg auf den Grat führte kurz, aber steil durch Wald, über Felsen und steile Wiesen. Wir gaben ordentlich Gas. Morgenrot gab es an diesem strahlenden Tag mangels Wolken ohnehin keines zu sehen und pünktlich zum Sonnenaufgang erreichten wir den Grat.
Als sich die Sonne über die Bergkette schob und die goldenen Lärchen im Gegenlicht aufleuchteten, war der Hektik-Morgen sofort vergessen.
Nach dem Fotografieren und dem Abstieg kümmerten wir uns schliesslich um das kaputte Auto. Eine Werkstatt konnte den Wagen abschleppen und den Schaden reparieren. So nahm der Tag doch noch ein rundum gutes Ende und wir konnten am Abend sogar noch einen zweiten Spot anfahren – doch dazu ein anderes Mal.
Canon EOS R5 | Canon RF 14-35mm F4 L IS USM | Stativ
17mm | f/16 | 1/160 Sek. | ISO 200 | HDR